1. Tag - 29.06.2026

Görlitz- Jasna

Der nächste Tag beginnt früh mit dem Start von Jochen in seiner WT9 aus Chemnitz, welcher Kurs entlang der Linie Erzgebirge- Sächsischer Schweiz fliegt und pünktlich zum Briefing in Görlitz landet. Jochen ist pensionierter Bauunternehmer und treuer Teilnehmer der meisten jüngeren Touren der Rischtischen Fliescher mit durchaus eigenen hochinteressanten Geschichten. Nun sind wir 6 Maschinen mit 6 Piloten, welche in Formation nach Südost aufbrechen- mit einer kurzen Unterbrechung auf dem Taxiway, weil bei der OOH ein Reifen platt ist. Für Bernd Oeldig aus Dankern- welcher schon berufsbedingt zu den hochtalentierten Oberschraubern gehört- eine Routinearbeit von nicht einmal 30 Minuten mit Bordmitteln am eigenen Flieger.

Rechts lassen wir das Zittauer Gebirge liegen, queren die tschechische Grenze, überfliegen das Iser- gleich darauf das Riesengebirge mit Blick auf die Schneekoppe und haben kurze Zeit später das Adlergebirge und dann das Altvater neben uns. Nach der Grenzlinie zur Slowakei geht es über die Mala Fatra zum Flugplatz Jasna welcher malerisch vor den Bergen der Hohen Tatra liegt. Auf der Gerlachspitze liegt noch Schnee. Turbulenzen schütteln uns ordentlich durch.

Der Flugplatz Jasna übertrifft unsere Erwartungen. Saubere Asphaltpiste, Taxiway und Hangar, der bestellte Sprit ist da und sogar ein Mittagessen wird organisiert. Nette Leute, moderate Preise, Flugplan nach Luncani in Rumänien und weiter geht die Reise.

Jasna- Luncani

Start in schöner Formation, rechts abdrehen Richtung slowakischem Paradies, weiter nach Südost entlang der Karpaten. Einflug Ungarn, wir passieren die Ebene bei Nyíregyháza, die Ukraine nur noch 70km nordöstlich. Ziemlich gleichzeitig fällt in allen Maschinen das GPS aus, Georg fliegt konsequent den Kurs nach Kompas weiter, für einen sicheren visuellen Abgleich unserer digitalen Karten mit der Landschaft ist diese zu karg und wir zu schnell. Später sinken wir und der GPS-Empfang kommt wieder, die Störsender erreichen uns nun nicht mehr. Rumänische Grenze, rumänische Dörfer. Voraus der militärische Flughafen Campia Turzii knapp 3 Meilen neben Luncani- unser Zielflugplatz. Wir funken mit den Militärs, die Jets bleiben am Boden, cleared to land auf der buckeligen Graspiste von Luncani.

Jean kenne ich aus vergangenen Reisen, früher hatte er auch eine Fascination. Er organisiert uns wieder einen tollen Empfang. Doru Baciu fährt mich wie schon 2017 mit dem Auto zur Dorftankstelle um Sprit zu holen. Er kümmert sich rührend um uns- vom Funk über Sprit, Restaurant, Taxi und Hotel. Das Dorf, die Straße, die Infrastruktur- alles genau wie damals, keine Veränderung, nur die Leute sind älter geworden. Die Tankstelle ist von Lukoil; russischer Sprit für deutsche Flieger, das hatte ich nicht erwartet, sanktioniert wird hier nur der Fortschritt. Im Restaurant am See wird uns eine riesige Holzplatte mit deftigem Wurst und Speck serviert, den meisten passt der landestypische kulinarische Gruß nicht ganz zum obligaten fettarmen Ernährungsprogramm 70++. Zumindest der hochprozentige Alkohol wird nicht verschmäht, ein toller Abend in kompletter Runde: zu späten Abend ist auch die Cessna mit Marion und Andreas gelandet und wird mit AVGAS versorgt, da waren es dann Sieben. Und das in Siebenbürgen.



1. Leg:

DMBOZ: Görlitz (EDBX) - LZJS Jasna

Plan:


Flugroute






2. Leg

LZJS Jasna - Luncani Romania


Plan:


Flugroute mit GPS Ausfall







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